Anforderung aus A2 an Spur B: Genus fuer Relations-Ziele ernten¶
Stand 28.08.2026. Gemessen am Produktionsbestand, nicht geschaetzt.
Diese Datei ist eine Uebergabe zwischen den Spuren, wie sie der Ausbauplan vorsieht: Spur A stoesst an eine Grenze, die in Spur B liegt, und beschreibt sie messbar statt sie selbst zu ueberschreiten.
Worum es geht¶
Lenny formuliert heute Definitionen ohne Artikel, wo ihm das Genus des Zielbegriffs fehlt:
Biene ist Insekt. statt Biene ist ein Insekt.
Photon ist Groesse. statt Photon ist eine Groesse.
Akku ist Speicher. statt Akku ist ein Speicher.
Der Artikel faellt nicht aus Nachlaessigkeit weg, sondern nach Vorsatz: das
Modul core/german_noun_gender.py raet nie. Ohne bekanntes Genus lieber kein
Artikel als ein falscher.
Die Zahlen¶
Gemessen ueber alle ist_ein-Kanten im Wahrheits-Korpus:
| Typen | Kanten | |
|---|---|---|
| Ziele insgesamt | 1505 | 7743 |
| davon mit bekanntem Genus | 508 (33,8 %) | 3592 (46,4 %) |
| ohne Genus, also ohne Artikel | 997 | 4151 (53,6 %) |
Mehr als jede zweite Definition rendert damit ohne Artikel.
Was A2 selbst getan hat, und warum es nicht reicht¶
Zwei ausnahmslose Endungsregeln ergaenzt (-ling maskulin, -anz/-enz
feminin). Gewinn: rund 8 Begriffe / 85 Kanten. Das sind 2 % der Luecke.
Fuenf weitere Endungen haetten zusammen 286 Kanten gebracht und wurden bewusst nicht aufgenommen, weil jede echte Gegenbeispiele hat:
-ie das Genie, das Knie
-ik das Mosaik, der Pazifik
-ur das Abitur, der Purpur
-nis das Ergebnis GEGEN die Kenntnis, beide Genera
-ment der Zement, der Moment
-chen der Kuchen, der Knochen
Die letzte Zeile stand schon vor dieser Messung im Kopf des Moduls als
bewusste Entscheidung. Die Messung hat sie bestaetigt: unter den -chen
Treffern stand auch "Vergleichen", eine Verbform aus den Daten.
Regeln sind hier also nicht der Hebel. Daten sind es.
Was das geerntete Lexikon heute abdeckt, und was nicht¶
core/lenny_language.lai enthaelt 494 belegte Genus-Angaben aus Wiktionary,
seit dem 28.08. im Antwortpfad. Sie helfen an dieser Stelle kaum, weil sie
Fragment-Begriffe abdecken, also die Subjekte. Die Ziele von
ist_ein-Relationen sind ueberwiegend andere Woerter und stehen nicht darin.
Die Bitte an Spur B¶
Die Ernte soll Genus auch fuer Relations-Ziele holen, nicht nur fuer
Fragment-Begriffe. Dieselbe Quelle, dieselbe Mechanik wie bei brain_pop.
Das lohnt sich ueberproportional, weil die Ziele stark gebuendelt sind:
die haeufigsten 10 Begriffe decken 670 der 4151 offenen Kanten (16 %)
die haeufigsten 20 Begriffe decken 1074 (26 %)
die haeufigsten 30 Begriffe decken 1407 (34 %)
die haeufigsten 60 Begriffe decken 2123 (51 %)
Sechzig Begriffe halbieren die Luecke. Das ist ein Erntelauf, kein Projekt.
Die dreissig wichtigsten, nach Anzahl betroffener Kanten:
pflanzen, Gebiet, Groesse, Wasser, Wetter, Gewaesser, RAUM, Technik,
Gebaeude, Pflanzen, Stadt, Transport, MASS, Maschinen, Folge, Fluss,
Substanz, Wirbeltiere, Gewinn, DING, Meteorologie, Territorium,
Werkstoff, Mineral, NAME, Daten, IT, Konsequenz, Reihe, Fauna
Ein Nebenbefund, der euch gehoert¶
In dieser Liste stehen pflanzen (klein, 172 Kanten), RAUM, MASS, DING
und NAME (versal) sowie Pflanzen, Maschinen, Wirbeltiere, Daten
(Plural). Das ist kein Genus-Problem, sondern Schreibweise und Numerus in den
Daten selbst. pflanzen und Pflanzen sind zwei Eintraege fuer dieselbe
Sache, zusammen 216 Kanten.
Wer das normalisiert, gewinnt zweimal: die Kanten fallen zusammen, und das Genus greift danach automatisch ueber die vorhandene Tabelle.
Wie ihr merkt, dass es gewirkt hat¶
Dieselbe Messung erneut: der Anteil der ist_ein-Kanten mit bekanntem Genus.
Heute 46,4 %. Alles darueber ist der Gewinn.